Aqui y allá (02.-23.Jan)

Nach Sonnenbaden am Playa Cocedores gehts mal hier, mal da hin. Wir lümmeln so ein bisschen an der Küste entlang. Nach dem kleinen Örtchen Mojacar besuchen wir den sog. Hippiestrand in der Näha von Carboneras. Hier ist ein Kunstpfad am Strand, angelegt aus Steinen und Strandgut, der von Künstlern und Touris immer weiter entwickelt wird.

 

Ein Wüstenaufenthalt im Landesinnern bietet Abwechslung. Immer nur Meer ist auch nix.

 

Leider ist uns in Tabernas ein älterer Spanier mit seinem komplett verbeulten und in die Jahre gekommenen Gefährt aus einer Parklücke rückwärts auf die Fahrbahn und uns in die Seite und hat den halben Radlauf mitgenommen. Sein Auto hat nachher eigentlich nicht anders ausgesehen als vorher, aber unser schönes Ömmelchen! Die Policia hat den Unfall aufgenommen, wobei wir uns ausschließlich per Handy verständigten, da die Polizei kein Wörtchen – aber wirklich gar keins! – Englisch sprach. Niemand hat den Unfall beobachtet und so werden wir wohl auf dem Schaden sitzenbleiben, den wir aber – dank Klaus‘ routinierten Reparaturkünsten so gut wie rückstandslos beheben werden. Wir sind ja geübt ;)

 

In der Regel stehen wir weiterhin auf Parkplätzen - wurden bisher nur 2 x verjagt - und nur manchmal auf Stellplätzen mit Service.

Die Strände, an denen wir stehen, sind immer gleich beschildert. Im Grunde darf man eigentlich gar nichts, aber im Winter scheint das zum Glück keiner zu kontrollieren. Auch mit unserem Hundsgestöber hatten wir am Strand noch nie Probleme.

Einen schönen Strand hatten wir auch am Playa Calypso und in dem kleinen Fischerdörfchen Isleta del Moro, wo es auch mal frischen Fisch am Meer zu essen gab.

In Roquetas de Mar standen wir auf einem Betonparkplatz an der Promenade. Da sind wir gleich wieder abgehauen. Ein Rentner im Morgenmantel, eine Rentnerin am Rollator und die höchste Anzahl an Stützstrümpfen. Die Renter:innen sind wirklich überall und kolonisieren das arme Spanien regelrecht, jeder Strand ist in überwiegend deutscher Hand, so dass uns manchmal Scham überkommt. Viele von ihnen sind aber auch gestrandete Marokkofahrer:innen, so dass sich das wohl in „normalen“ Jahren etwas besser verteilt.

 

Seit Ende Dezember sind die Temperaturen heruntergegangen. Seit Wochen haben wir "nur" zwischen 13 und 17 Grad. Ohne Wind und mit viel Sonne kann das schön warm sein, aber die meiste Zeit ist doch Winterausrüstung erforderlich.

 

Was machen wir eigentlich den ganzen Tag?

Irgendwie wird es morgens jetzt immer später, vor 9, halb 10 kommen wir meist nicht aus den Federn. Frischmachen, Gassigehen, und schon ist Mittagszeit fürs Frühstück. Danach kleine Pause vom Stress und Verdauungs-Mittagsschläfchen. Und schon ist wieder früher Nachmittag, Wanderungen, Ausflüge, Spaziergänge am Strand, Steine sammeln, mit Joschi albern, durch Ortschaften stöbern, Sehenswürdikeiten angucken, Berge hochklettern, Berge runterklettern und auch alles was man Zuhause auch machen muss: Putzen, Waschen, Papierkram - plus Geschirrspülen! Wir kommen heim bevor es dunkel wird und dann haben ja alle drei schon wieder Hunger. Mit unserer universellen Küchenwunderwaffe für innovative Wohnmobilist:innen - unserem OMNIA-Back-Koch-Wunder-Gerät -  zaubert Klaus Aufläufe und Pizzen. Da so gut wie alle Restaurants geschlossen haben, ist ein privater 3-Sterne-Koch Gold wert. Draußen können wir abends aufgrund der Temperatur noch nicht sitzen, deshalb ein Spielchen oder Film, also immer was zu tun und wir sind - wie alle anderen Renter:innen auch - immer schwer beschäftigt.

 

 

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