Portugal 2

In Portugal fahren wir durch kilometerweite Korkeichenfelder, so weit das Auge reicht. Die Korkeiche ist ein immergrüner Baum, der über 400 Jahre alt werden kann, beerntete Bäume höchstens 200 Jahre. Geerntet wird der Kork in der Regel alle 7 bis 12 Jahre. Eine Korkeiche kann im Laufe ihres Lebens 5-10 mal abgeerntet werden. Nach der Ernte leuchtet der Stamm in intensivem Rotbraun. Mir tun die Bäume ein bisschen leid, aber Kork ist für Portugal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Außerdem werden Oliven, Mandeln und etwas Wein angebaut. Überdeckte Plantagen mit Obst- und Gemüseanbau, wie in Spanien, gibt es kaum. Es gibt viel Eukalyptus, der zum Teil gerodet wird, da Eukalyptusbäume bei Waldbränden wie Brandbeschleuniger wirken. Wir sehen viele Schafherden und einige Kuhherden und das Schöne dabei: die Tiere sind draußen und weiden auf großen weiten Flächen, wir haben auch schon die Geburt eines Kälbchens beobachtet . Auch Störche sehen wir viele: Sie bauen ihre Nester in den Orten auf Kirchturmspitzen und allem, was nach oben zeigt. Auf dem Land besetzen sie in großer Schar die Strommasten, wir haben schon 12 Nester auf einem einzigen Strommast gezählt!

 

In den Orten begegnet uns immer wieder der für Portugal berühmte Azulejo. Diese  besondere Fliesenkunst ist ein maurisches Erbe, stammt ursprünglich aus dem Iran, heißt auf Arabisch Al-zuleique oder Al-zulaycha, was so viel wie  poliertes Steinchen bedeutet. Besonders im 18. Jhdt. erfuhr der Azulejo eine Blütezeit und Böden und Wände vieler Paläste, Kirchen, Häuser uvm. wurden damit geschmückt.

 

Die Portugies:innen haben wir meist als entspannt und gastfreundlich erlebt. Bemerkenswert ist, dass hier wirklich viele Menschen, vor allem die jüngeren, sehr gut und sehr gerne Englisch sprechen und die Verständigung daher i.d.R. – anders als in Spanien – kein Problem darstellt.

 

Route: In Sagres stehen wir am westlichsten Zipfel Europas: am Ponte de Sagres. Wir fahren über Vila Nova de Milfontes ins Landesinnere nach Beja, besuchen Monsaraz – ein kleines wunderschönes Künstlerdorf mit Burg und besichtigen bei Rondendo das kleine Steinhaus aus dem 4. Jahrtausend vor Christus (!). Wir verlassen dann nach Badajoz Portugal und fahren über Toledo nochmal durch Spanien nach Barcelona, um dort unsere Fähre nach Sardinien zu nehmen.

 

Zum Schluss:

Wir haben 3 ½ Wintermonate in Spanien und Portugal verbracht. Das Wetter hat uns im Süden noch mit viel Sonne verwöhnt,  die letzten Wochen aber ist es auch mal ganz schön frisch mit steiler Brise und öfter auch regnerisch, so dass wir uns manches Mal fast den Popo abfrieren.

Wir sind gespannt, was uns Sardinien wettertechnisch beschert.

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Kommentare: 2
  • #1

    Jimi (Sonntag, 13 März 2022 15:09)

    Hallo Ihr zwei,
    das sieht super aus! Ich mag Portugal und die Menschen dort sehr!
    Tolle Bilder und ihr seht zufrieden aus.
    Ich wünsche Euch noch viele schöne Erfahrungen!
    LG
    Andreas

  • #2

    Hans (Band) (Montag, 04 April 2022 13:48)

    Portugal ist auch das Lieblingsland von Marita und mir. Wir waren da auch schon viel unterwegs und haben dabei viele interessante und nicht überlaufene Orte entdeckt.
    Das sieht alles sehr toll aus. Weiter so, bleibt gesund.
    LG Hans
    P.S. jetzt schaue ich mir Euren Italien Bericht an.