Genug Italien! Nach zeitweiser Langeweile und Wetterfrust fahren wir ziemlich schnell durch die Stiefelsohle mit nur jeweils einer Übernachtung am Strand bei Pizzo und Policoro nach Brindisi und fahren mit der Fähre nach Igoumenitsa an der Westküste Griechenlands.
Unser Italien-Feedback:
Die Menschen sind immer gut drauf und landschaftlich erleben wir Italien interessant und abwechslungsreich.
Die kleinen Dörfer und größeren Städte bieten eine Menge an historischer Architektur. Die kleinen Nebengässchen haben am Abend durch ihre warme Laternenbeleuchtung ein ganz besonderes Flair. Hauseingänge und Balkone sind oft liebevoll mit vielen Pflanzen in Töpfen geschmückt und Wäsche flattert im Wind von den Balkonen. Heiligenbilder mit kitschigem Schmuck an jeder 3. Ecke.
Schöne Strände haben wir nicht viele gesehen. Fast alle hatten ein Müllproblem. Auch in den Orten, in der Landschaft, an den Straßenrändern: Überall wo etwas Müll liegt, kommt in kurzer Zeit ein Haufen dazu. Wenn vorhanden, sind Müllcontainer überfüllt und die Hälfte des Abfalls stapelt sich daneben.
Speziell ist in Italien auch der Verkehr. Wie schon beschrieben, findet sich kaum ein unversehrtes Auto. Seitenspiegel sind oft mit Klebestreifen fixiert und die Autos zeugen rundherum von der fröhlichen Fahrweise seiner Besitzer*innen. Dabei fährt man in Italien nicht aggressiv, sondern einfach pragmatisch und man einigt sich irgendwie wer an wem nun vorbeifährt (was aber halt nicht immer klappt). Straßenschilder, Zebrasteifen oder andere Verkehrsregeln sind außer Kraft gesetzt und auch die Polizei hält sich nicht dran. In den Straßen wird in Garagen munter gewerkelt und die defekten verbeulten Autos stehen auf der Straße und warten, bis sie irgendwann an der Reihe sind.
Auch uns hat es nochmal in Italien erwischt: rückwärts in uns reingefahren – aber uns kann man ja auch leicht übersehen. Wir haben das dann ohne Versicherung geregelt und reparieren den Schaden selbst.
Der Diesel ist 20-30 Cent günstiger als in Deutschland. Die Tankwarte scheinen ihren Kund*innen auch nicht immer zu trauen: Mal mussten wir unsere EC-Karte vor dem Tanken an der Kasse abgeben, mal gab es Schranken, die erst nach Bezahlung eine Weiterfahrt möglich machen.
Wer denkt, dass Deutschland bürokratisch ist, war in Italien noch nicht auf dem Postamt, auf dem Campingplatz, beim Veterinario (leider mussten wir mit Joschi wegen einer Zeckenentzündung zur Tierärztin) oder am Fährterminal. So viele Informationen auf Zetteln und Papieren und so langes Warten, bis alles richtig ausgefüllt ist – da können selbst die Deutschen nicht mithalten!
Alles in allem: Italien war eine Reise wert, wird aber kein Top-Ziel für uns werden.




















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Hans S (Montag, 25 April 2022 14:55)
Schön wieder etwas neues von Euch zu hören und lesen.
Hoffe Joschi geht es wieder besser und Euch Beiden geht es auch gut.
Viel Spaß und neue Entdeckungen in Griechenland.
LG Hans
Beate (Mittwoch, 04 Mai 2022 14:53)
Ich liebe Italien! Aber die Problematik bezüglich des Müller und des Verkehrs habt ihr trefflich dargestellt!
Gute Reise weiterhin