Im Land der Üs und Ös, 31.5.-11.6.

Bei Dereköy geht’s über die Grenze in die Türkei. Aus Bulgarien raus geht’s ohne Probleme. Erste Station in der Türkei: Eine Desinfektionsanlage fürs Auto. Wir zahlen 5 Euro für einen hygienisch einwandfreien Ömmel, nach einer Impfung oder Test fragt kein Mensch. Außer dem Desinfekator sind alle Grenzbeamt:innen super freundlich. Wir tauschen gleich mal in Lira und besorgen uns eine neue Prepaidkarte

Es geht weiter nach Eceabat, wo wir die erste Nacht bei der Boomerang Bar freistehen dürfen. Am nächsten Tag mit einer Fähre von der Halbinsel nach Canakkale. Ein betriebsames kleines Städtchen, wo wir uns in der Fußgängerzone erstmal türkisch aklimatisieren: ein Snack mit Köfte, Ayran und Cay. Die meisten Frauen tragen sehr westlich freie Kleidung, während Joschi ein traditionell türkisches Halstuch erhält und so geht’s weiter.

In Balikesir stehen wir ein paar Tage frei am Strand und danach auf dem CP Altin Kamp auch mehrere Tage direkt am Meer und genießen die Atmosphäre, das Essen, die Sonne und das Nixtun. Mehrmals am Tag arbeiten wir mit Joschi auf das Seepferdchen hin. Er findet das gar nicht lustig, aber ergibt sich seinem Schicksal.

Wir fahren weiter nach Bergama, einer interessanten und lebhaften Stadt mit vielen Teppichhändlern. Wir suchen nach einem Kelin, den wir vors Womo legen können, werden uns aber nicht handelseinig. In der dortigen archäologischen Stätte Pergamon tauchen wir ein Stück in die Vergangenheit.

Nach den Steinen ruft das Meer. In Canderli stehen wir neben der Strandbar Denizli Su Bar, betrieben von Deutschtürk:innen. In Canderli haben sich einige, die in Deutschland gearbeitet haben, hier ein Haus gekauft und auch einige Deutsche haben sich hier niedergelassen. Wir lernen Mustafa kennen, ein bayrischer Türke mit tiefstem Bayerndialekt. Viele Türk:innen stehen hier auch mit ihrem Wohnmobil oder Wohnwagen einfach an der Promenade. Wildcampen ist in der Türkei übrigens erlaubt. Canderlis Altstadt liegt auf einer Landzunge mit Burg; der Ort hat eine heimelige türkische Atmosphäre und freitags ist großer Bazar.

Die nächste größere Steinesammlung besichtigen wir in Ephesus. Am Eingang riesiges touristisches Tohuwabohu. Wir sind ja noch in der Nebensaison und kommen am späten Nachmittag an, d.h. die Schar der Besuchenden hält sich zum Glück in Grenzen. Ephesus ist ein wirklich großes und beeindruckendes archäologisches Areal, auf dem uns auch viele Schildkröten, die hier wohnen, begegnet sind. In der Region gibt es Funde, die menschliche Anwesenheit bis 5000 v.Chr. bezeugen und in Ephesus geht die Besiedlung wahrscheinlich bis auf 1500 Jahre v.Chr. zurück. Die archäologische Erforschung begann Ende des 19. Jhdts. und währt bis heute fort. Viele viele ausgegrabene Steine gilt es noch zu ordnen.

Noch ein paar Tage am Meer, dann weiter nach Pamukkale.

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Kommentare: 2
  • #1

    Holger (Mittwoch, 06 Juli 2022 10:11)

    Moin ihr beiden Weltenbummler
    Immer wieder schön etwas von euch zu lesen und zu sehen das es euch gut geht
    Weiterhin wünschen wir euch eine schöne Zeit mit tollen Emotionen
    Bleibt gesund

  • #2

    Hans (Mittwoch, 06 Juli 2022 12:58)

    wahnsinnig toll