Wir besuchen Pamukkale, was Watteburg oder Baumwollburg bedeutet und das durch sein stark mineralhaltiges 35° warmes Thermalwasser bekannt ist. Dieses kalkhaltige Wasser läuft seit Jahrtausenden aus Thermalquellen die Hügel hinunter. Wenn das Wasser verdunstet bildet sich das Travertin, das strahlend weiße Kalkgestein, und es entsteht der Eindruck einer weißen Winterlandschaft in einem Skiort. Eine Völkerwanderung von Tourist:innen zieht den Berg hinauf, nur mit dem Unterschied, dass alle barfuß sind und die Skier fehlen. Trotz Nebensaison hatten leider auch schon viele andere mit uns die Idee, sodass der eigenartige Charakter und die besondere Atmosphäre durch die vielen Menschen etwas verloren geht. Selfies und Fotos in allen nur erdenklichen Posen von verschleierten Frauen und welchen im Stringtanga gleichermaßen.
An Izmir vorbei geht es auf die Halbinsel Datca, westlich von Marmaris. Hier finden wir absolut paradiesische Traumstrände und fühlen uns fast wie in der Südsee. Freistehen ist wieder kein Thema und an einer Stelle, auf einer klitzekleinen Landzunge, stehen wir 5 m vom Meer entfernt. Frisches und sogar trinkbares Wasser zu bekommen, ist auch kein Problem und wir finden dieses immer wieder an der Straße. Leider lassen nur manche Türk:innen selbst in dieser fantastischen Naturlandschaft ihre Müllsäcke bisweilen einfach stehen, was die Wildschweinchen dann in der Nacht gerne aufreißen und weiträumig verstreuen, so dass wir den Müll dann morgens wieder einsammeln können.
Wir stehen an einigen ganz wunderbaren Plätzen an Stränden und reisen bis ans äußerste Zipfelchen der Halbinsel. In Cumali wollen wir aus dem Dorfbrunnen Wasser tanken, was nicht funktioniert, weil das Wasser nur bergab fließt. Und sofort ist die halbe Dorfbevölkerung zur Stelle und hilft. Nachdem wir von einem Gastwirt Wasser bekommen haben, geht es weiter zur archäologischen Ausgrabungsstätte Knidos. Nach einer Wanderung zum Leuchtturm befinden wir uns auf der zugigen Westspitze von Datca. Auf dieser Traum-Halbinsel ist es so wunderschön, dass wir hier 10 Tage zugebracht haben.
Mit dem Ömmel geht es dann langsam wieder zurück aufs Festland.

































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