Die Grenzüberfahrt ist wieder problemlos und wir werden freundlich begrüßt und zuvorkommend behandelt. Auch Geldwechsel und Autoversicherung klappt, nur bei der Simkarte werden wir leider übers Ohr gehauen. Ziemlich teuer und angeblich unlimited, ist die Karte ziemlich störanfällig und zudem bereits nach drei Tagen aufgebraucht.
Batumi, die zweitgrößte Stadt Georgiens, versuchen wir so gut wie möglich zu umfahren, bekommen aber die Wolkenkratzer aus der Ferne und die ärmere Peripherie mit.
Es geht entlang an der Schwarzmeer-Küste, wo wir zweimal Station machen. Nicht das Meer, aber Sand und Kies sind hier schwarz. Und so heiß, dass barfuß gehen bei Sonnenschein ganz schön schmerzhaft ist. Abends bis in die Nacht kommen Familien zum Fischen, ohne Rute, nur mit einer Angelschnur an der sie permanent vor- und zurückziehen. Wir probieren hier das erste Mal von der Oma um die Ecke hausgemachtes Khachapuri und Badridschani. Wir bestellen zwei und bekommen drei Portionen, von denen wir noch zwei weitere Tage essen. Nachhaltigkeit muss sein! Unsere weitere Leibspeise werden verschieden gefüllte Khinkali.
Der zweite Stopp ist ein CP mit russischen Nachbarn, die nicht grüßen und Kühen am Strand, die sich unter die Badenden mischen. Hier ist auch mal wieder Waschtag angesagt.
Dem teilweise von Russen besetzten Norden gehen wir aus dem Weg und fahren bei Poti ab und quer durchs Land auf den von Datschen gesäumten Straßen bis nach Kutaissi. Die Gasversorgung verläuft überall oberirdisch, sieht aus wie überdimensionierte Gartenzäune und macht – wie im übrigen die Stromlogistik – keinen sehr vertrauenerweckenden Eindruck. Kurz vor Kutaissi haben wir einen ersten Blick auf den Kaukasus. Nicht nur die Menschen-, auch fast alle Ortsnamen enden in Georgien übrigens mit einem „i“. Wir übernachten in Kutaissi oben auf einem Hügel bei der Kathedrale, in der wir auch einen Gottesdienst sehen, den der Prister vorher im Glockenturm ankündigt. Orthodoxe Kirchen sind mit Devotionalien angehäuft, von sehr vielen kleinen und großen Bildern, Teppichen, Statuen bis hin zu Knochen- und anderen Reliquien von Heiligen.
Georgien ist das Land der Klöster, von denen wir einige besichtigen und im Kloster Gelati bekommen wir sogar ein traditionell georgisches Privatkonzert von 4 Musikern in den heiligen Hallen, die uns erzählen, dass sie schon in Deutschland auf Tournee waren.
Kurz vor Tbilissi (Tiflis) besuchen wir das Dschawari Kloster, wo Joschwili von einer teils bissigen Hundemeute überfallen wird und wir ihn retten müssen. Aber wir übernachten und genießen dort hoch oben auf dem Klosterberg auch einen ganz fantastischen Ausblick.





























































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Hans (Dienstag, 19 Juli 2022 14:07)
Wow, die Bandmitglieder sind ja alle bewaffnet (smile).
Wir sind harmloser.
Also echt toll Deine Berichterstattung und immer tolle Bilder.
LG Hans
Marianne (Donnerstag, 04 August 2022 18:40)
Einmalig, super, interessant, toll, so kann ich es beurteilen, ohne dabei gewesen zu sein. Nur, ich hätte mich nicht getraut. Doch wenn man das alles gesehen und in sich aufgenommen hat, die Menschen, die Landschaften, die Kulturstätten, Reichtum und Armut...ist man sicher voller Bewunderung und erfüllt, dies alles erlebt zu haben und auch zu schätzen weiß. Dass ihr bei allen Abenteuern so glückliche Bilder von euch beiden zeigt, beruhigt mich ziemlich, denn dann weiß ich, dass es euch gut geht. Passt auf euch auf und gute Weiterreise! Liebe Grüße Marianne