In Kalamata laden wir unsere Simkarte neu auf (90 GB=75 €); Diesel ist wieder etwas günstiger (2-2,10 €) und übernachten dann am Mavrovouni Beach.
Um den Zipfel des letzten Fingers von Peloponnes kommen wir an der Hafenstadt Methoni mit seiner mittelalterlichen Festungsanlage vorbei.
Danach ruft die legendäre Ochsenbauchbucht am traumhaften Voidokilia Strand.
Auf einer Wanderung zur Burg Old Navarino entdeckt Klaus sein altes Wohnmobil, das er vor 10 Jahren verkauft hatte.
Bei Gargalianoi dürfen wir eine Olivenölfabrik besichtigen. Unterwegs haben wir wieder einigen Griechinnen und Griechen bei der Ernte zusehen dürfen. Während der Ernte werden die Bäume auch beschnitten, um sie kurz zu halten. Oliven brauchen viel Wasser und werden über die Sommerzeit über dicke Schläuche, die in den Bäumen hängen, versorgt. Ihre Farbe wechselt im Laufe der Reifung von Grün über Rötlich-Violett bis Schwarz. Grünes Öl und gelbes Öl haben verschiedene Inhaltsstoffe. Das grüne Öl ist aus unreifen Oliven und etwas strenger im Geschmack und durch höheren Ernteaufwand meist etwas teurer. Oliven sollten spätestens 4 Stunden nach der Ernte verarbeitet werden.
Die netten Mitarbeiter:innen in der Fabrik zeigen uns, wie nach der Anlieferung die Oliven gewogen, gewaschen, von Beiwerk getrennt werden, um schließlich nach mehreren Pressdurchgängen das reine grüne Ölivenöl zu erhalten. Der Trester wird auf den Äckern aufgebracht.
Zu unserer großen Freude bekommen wir am Ende eine große Flasche warmes leckerstes Olivenöl geschenkt.
Einige Tage verbringen wir am Elaia Beach. Hier treffen wir die Kunos wieder. Nach einer griechischen Handywarnung vor Unwetter (ja, so weit ist man in Griechenland) zieht in der Nacht und am darauffolgenden Tag ein Sturm mit Starkregen über uns hinweg. Nach einem weiteren Tag strahlt wieder die Sonne vom Himmel. Der Elaia Beach liegt in einem Naturschutzgebiet. Dennoch stehen hier auf einer riesigen Fläche viele, meist deutsche, Camper, vom kleinen VW-Bus bis zum großen Expeditionsmobil. Morgens kommt hier das Bäckerauto vorbei und im Laufe des Tages dann weitere Lieferungen mit Olivenöl, Oliven, Marmelade, Gemüse, Obst und Wein. Eine Fahrt zum nächsten Supermarkt erübrigt sich. Auch ein Friseur und eine Tätowiererin bieten ihre Dienste an. Einige Kilometer entfernt gibt es einen alternativen Waschsalon und nicht wenige Camper überwintern hier. Joschi wird hier leider von einem unerzogenen Camper-Hund gebissen und muss wegen der Bisswunde einige Tage ein T-Shirt tragen.
Zur Erweiterung des kulturellen Horizonts geht es über die Bröckchen von Ancient Samico - Mauerreste einer alten Akropolis, 2 Jt. vChr. - nach Olympia. Im Ort reihen sich Souvenierläden an Restaurants, die aber jetzt im November weitgehend leer stehen. Halb Asien und auch viele Amerikaner:innen finden sich in Olympia ein und werden pausenlos aus großen Bussen ausgeschüttet.
In Kyllini fahren wir dann mit der Fähre auf die Insel Kefalonia.
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