Der Grenzübergang zu Ungarn ist verwaist und es finden dort keinerlei Kontrollen statt. Vor Einreise haben wir uns eine e-Vignette für knapp 40 Euro besorgt, die für unsere Fahrten auf der Autobahn auch ausgereicht hat.
Als erstes empfangen uns viele Wahlplakate. Die Fidesz-Partei von Orban sticht durch viele verunglimpfende Plakate gegen seinen Herausforderer hervor. Selensky, von der Leyen und der Oppositionspolitiker Magyar blicken uns feindselig und bösartig von den manchmal hauswandgroßen Plakaten entgegen. „Wollt ihr, dass Selensky am Ende über uns lacht?“ So oder so ähnlich lauten die Wahlkampfsprüche.
Wir fahren in die ungarische Puszta und in den Hortobagyi-Nationalpark mit seinen Sumpflandschaften und Grassteppen. Dort beschäftigen wir uns mal wieder mit dem Dachgepäckträger und gehen durch das angrenzende Feuchtgebiet spazieren. Es ist kalt und ein eisiger Wind weht uns um die Ohren.
Am Theiß-See, oder Tisza-to, stehen wir jetzt Ende März an einem verwaisten Naturschwimmbad. Alles ist noch leer, zu kalt, um die Saison zu beginnen.
Über eine kleine Brücke, über die abwechselnd der Zug- und Autoverkehr geleitet wird, fahren wir weiter nördlich bis Eger. Wegen des unwirtlichen Wetters hoffen wir, uns in der Sauna des Volksbades ein wenig aufwärmen zu können, haben jedoch ohne Reservierung am Wochenende keine Chance. Immer dieses Wochenende! Eger zählt zu den ältesten Städten Ungarns und lädt uns ein zu einer Altstadttour.
Und dann finden wir ein paar Kilometer weiter in Egerszalok doch noch unsere Sauna in einem Thermalbad, das auch Stellplätze für Camper anbietet.
Das war Ungarn. Kurz und knapp, weil wir es wegen des immer kalten und regnerischen Wetters nicht so richtig genießen konnten. Wir können aber auch nichts Negatives berichten.
An den netten Wahlplakaten mit einem um 20 Jahre jünger wirkenden Orban und Verbrecherfotos von Magyar vorbei, verlassen wir dann über Arlo das Land und wünschen ihm und uns wieder eine gute Zukunft in der Gemeinschaft der EU.































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