Süditalien und Sizilien, 11. - 30. Nov.

Wieder im apulischen Bari gestrandet, schauen wir uns die Stadt nochmal bei Tage an. Mit ca. 316 Tsd Einwohner*innen ist diese südliche Metropole doch ganz schön beeindruckend.

Wir tauchen in die wunderschöne Altstadt mit ihren verwinkelten Gassen ein und in der Nudelstraße Strada delle Orecchiette (offiziell die Via dell’Arco Basso) erstehen wir die berühmten und direkt vor Ort handgemachten Orecchiette, was soviel wie „Öhrchen“ heißt.  Ältere Damen zeigen hier ihr kulinarisches und viele Jahrhunderte altes Handwerk und bieten diese aus Hartweizengrieß bestehende Pasta auch gleich zum Verkauf an.

Jeden Abend genießen wir zuerst die köstlichen Panzerotti in verschiedenen Versionen bei „La Pucci“ und danach einige GuteNachtCocktails am Piazza Mercantile.

Aber auch außerhalb der Altstadtmauern besticht Bari durch seinen Reichtum an vielen beeindruckenden historischen Gebäuden und einer großzügigen und schön gestalteten Fußgängerzone mit Straßenmusik und einer unerschöpflichen Shopping-Auswahl.

In Le Castelle verbringen wir zwangsweise neun Tage auf dem CP, da wir zwei Lieferungen aus Deutschland erwarten. Ronja schickt uns ein Päckchen mit neuem Ladebooster und weiteren Ersatzteilen; außerdem erwarten wir noch eine dritte Batterie und eine mobiles Solarpaneel, dessen Lieferung sich aber immer weiter verzögert. Zum Glück ist Le Castelle ein ganz netter Ort mit einer schönen Burganlage und einem Sandstrand für Joschi. Außerdem wird noch hier und da im und am Theo ein bisschen gewerkelt und Wäsche gewaschen. Sehnsüchtig erwartet kommt die Lieferung am Ende doch noch an.

Weiter geht’s der Stiefelsohle entlang und endlich mal wieder Großeinkauf bei Lidl. Die Olivenhaine werden wieder mehr und die letzten Bäume werden jetzt Ende November abgeerntet. Am Müll am Straßenrand merken wir, dass es jetzt immer süditalienischer wird, aber in Palmi finden wir einen recht sauberen Strand mit schöner Sonnenuntergangskulisse als Zwischenstopp.

Am nächsten Tag schippern wir in Villa San Giovanni mit der Fähre rüber nach Sizilien.

Nach zahllosen Tunneldurchquerungen die Küste abwärts erreichen wir Taormina. Sehr touristisch, aber auch sehr schön oben auf dem Berg gelegen mit sehenswerter historischer Altstadt und Blick auf den rauchenden Ätna.

Im uns bereits vertrauten Catania stehen wir wieder in der Nähe des Hafens. Hier werden alle 3 Batterien nochmals wüstentauglich mit Spanngurten fixiert und Wäsche gewaschen. Auf der Fahrt durchs Landesinnere besuchen wir wieder eine Olivenölfabrik und decken uns mit dem köstlichsten frischen grünen und dennoch milden Olivenöl ein und auf dem Weg nach Palermo machen wir nochmal in Cefalu Station, das uns 2022 schon so gut gefallen hat.

Bevor es von Palermo aus endlich auf die Fähre Spirit von GNV nach Tunesien geht, verbringen wir noch zwei Tage in der sizilianischen Hauptstadt. Palermo mit seinen unzählbaren kulturellen Schätzen ist laut, chaotisch und liebenswert. Und wenn man erstmal gelernt hat, mit den hiesigen Verkehrsregeln klarzukommen – nämlich immer mutig und frech und dennoch rücksichtsvoll – kommt man sowohl mit Theo als auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut durch die Stadt.

Von hier aus geht es dann also nach Tunesien. Um dort einreisen zu können, benötigt man bereits ein Rückfahrticket und eine Buchungsbestätigung einer Unterkunft. Ein Campingplatz in Douz hat uns diese vorab ausgestellt. Die Rückfahrt haben wir für Ende Januar gebucht. Ein Aufenthalt ist in der Regel bis 90 Tage möglich. Immer mal wieder kommt es vor, dass trotz Vorlage aller Unterlagen die Einreise verweigert wird und man dann mit dem nächsten Schiff gerade wieder zurückfahren kann. Wir hoffen, dass es uns nicht so geht und sagen schon mal Ciao Italia.